Evaluation der Wirksamkeit des KoMPASS-Trainings

Mit der  Begleitstudie sollen  Nutzen und Wirksamkeit des KoMPASS Trainings untersucht werden.

Die interessierenden Fragen werden mittels eines Mehr-Ebenen-Ansatzes in 2 Phasen untersucht.

Phase I:
Mit einem prospektiven und kontrollierten Prä-Post Design wird die Veränderung der kommunikativen Kompetenz in Form einer Selbsteinschätzung der teilnehmenden Ärzte vor und 4 Monate nach dem KoMPASS Training erhoben und mit der Einschätzung von Ärzten verglichen, die kein Training absolviert haben (Kontrollgruppe), wobei ein potenziell konfundierender Effekt von Motivation bzw-. Bereitschaft für ein Kommunikationstraining kontrolliert wird.

Es werden sowohl studienspezifische (Selbstwirksamkeit, erfasst als wahrgenommene Schwierigkeit von und Sicherheit im Umgang mit kommunikativen Anforderungen) als auch international verwendete Fragebögen zur Erfassung von berufsbezogener Belastung (Maslach Burnout Inventory, MBI-D) und zur Empathiefähigkeit (Jefferson-Empathy Scale) burn-out-Symptomen eingesetzt.

Es liegen N = 262 vollständige Datensätze von teilnehmenden Ärzten, und N = 181 Datensätze von Nicht-Teilnehmern vor.  

Für alle KoMPASS Trainings erfolgte eine Evaluation von Zufriedenheit und Nutzen aus Sicht der Teilnehmer zur Qualitätssicherung (N = 326).

Phase II:
erfolgt prospektiv in einem Ein-Gruppen Prä-Post Design. Ziel ist die objektive Beurteilung des kommunikativen Verhaltens und ihrer Veränderung nach dem Training anhand eines standardisierten Rating-verfahrens (modifiziertes Roter Interaction Analysis System, RIAS bzw. DCAS) von video-dokumentierten Arzt-Patient-Gesprächen, die jeweils vor und 4 Monate nach Training aufgezeichnet werden. Die angestrebte Stichprobengröße von 120 - 160 Ärzten mit videodokumentierten A-P Gesprächen vor und 4 Monate nach dem Training konnte mit N = 150 vollständigen Datensätzen  erreicht werden.