KoMPASS Training

Um einen größtmöglichen Nutzen und Lernerfolg zu gewährleisten, erfolgt das KoMPASS Training

  • in kleinen Gruppen (maximal 12 Teilnehmer),
  • mit erfahrenen und kompetenten Trainern
  • ausreichend Zeit (20 Stunden in 2- 2 1/2 Tagen),
  • mit speziell ausgebildeten Schauspielern, die die Rolle von Patienten oder Angehörigen übernehmen
  • mit einem hohen Anteil praktischer Übungen
  • mit Video-Aufnahmen von Arzt-Patient Gesprächen

um an realistischen Szenarios, schwierigen Gesprächssituationen und speziellen kommunikativen Anforderungen zu arbeiten.

Inhalte

Die Inhalte des Trainings werden im Wesentlichen durch die Anliegen der Teilnehmer bestimmt. Zu den wichtigsten, häufig wiederkehrenden Themenbereichen zählen z.B.

  • Überbringen schlechter Nachrichten in allen Phasen von Krebserkrankungen
  • gemeinsame Therapieentscheidungen treffen
  • Umgang mit heftigen Emotionen bei Patienten und Angehörigen
  • Umgang mit existenziellen Grenzen, Sterben, Tod

Die Themen werden in kurzen Referaten  dargestellt und gemeinsam diskutiert, ergänzt um –zum Thema passende – kurze Übungen. 

Die wichtigste Voraussetzung für persönliche Lernerfolge sind konkrete Erfahrungen. Deshalb besteht das Herzstück im KoMPASS Training in der eingehenden Beschäftigung mit den Anliegen der teilnehmenden Ärzte. Die Teilnehmer berichten in einer kurzen Fallvignette von einem Kontakt mit einem Patienten oder Angehörigen, der sie anhaltend beschäftigt. Diese Fallbeispiele werden in der Kleingruppe (4-6 Teilnehmer) in Rollenspielen bearbeitet. Jeder Teilnehmer hat während des Trainings Gelegenheit, mit Unterstützung von Kollegen und Trainern sein Anliegen zu bearbeiten.

Rollenspiele?

Ein praxistaugliches Training ist ohne Rollenspiele einfach nicht möglich, wobei inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle (z.B. mit/ohne Schauspieler als Patientendarsteller) je nach konkreten Erfordernissen eingesetzt wird.

Rollenspiele werden im Vorfeld von Trainings häufig ebenso kritisch beargwöhnt, wie sie im Nachhinein von den Teilnehmern einstimmig als unerwartet wirkungsvoll und bereichernd beschrieben werden.
Schauspieler gehen ad hoc in die Rolle von Patienten und ermöglichen damit eine ‚Experimentierbühne’, wo man - ohne Risiko, etwas ‚falsch’ zu machen oder Schaden anzurichten – auch Ungewohntes ausprobieren, und damit neue Erfahrungen machen kann.

Nicht ohne Schauspieler

Eines unserer Erfolgsrezepte ist der Einsatz von professionellen und eigens geschulten Schauspielern. Sie sind in Rollenspielen in der Lage, auch schwierige und emotional anspruchsvolle Patientenrollen einzunehmen, und sie können eine Rolle auch verändern und wiederholt spielen. So kann man mit ihnen alternative Gesprächsmöglichkeiten ‚ausprobieren'. Zudem können Schauspieler - anders als ‚richtige' Patienten - authentische Rückmeldung geben, wie sie ein konkretes Verhalten oder eine Äußerung des Arztes erlebt haben. Dabei gibt es nicht selten ganz  überraschende Erfahrungen - etwa ein Gespräch, das der Arzt als unangenehm, oder eine Äußerung, die er selber als ungeeignet ansieht, kann vom ‚Patienten' als wohltuend oder erleichternd erfahren werden. Oder man erfährt, dass der Patient ab einem bestimmten Moment aus dem Gespräch ‚ausgestiegen’ ist  und das meiste an Informationen ihn nicht mehr erreicht hat. Schließlich ist es möglich, alternative Lösungen, z.B. in einer Wiederaufnahme des Rollenspiels auszuprobieren. 

Rückmeldung von Kollegen und Trainern


Eine wichtige Quelle von Lernerfahrungen bilden die Rückmeldungen von Kollegen und Trainern, die im beruflichen Alltag kaum verfügbar sind. Dabei wird vor allem deutlich, dass es in der Kommunikation ein ‚richtig' oder ‚falsch' nicht gibt, sondern entscheidend vom individuellen Erleben eines Patienten bestimmt wird, WIE Mitteilungen ankommen. Rückmeldungen von Kollegen und Trainern machen unterschiedliche Erlebnisweisen deutlich, schulen die Aufmerksamkeit und Wahrnehmungsfähigkeit und erweitern das kommunikative Repertoire.

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